Schlagwort-Archiv: Haushalt

Zwiebel schneiden ohne Tränen

(aid) – Zwiebeln sind ein beliebtes Gewürz und Gemüse. Das pikante Aroma entsteht durch eine Vielzahl organischer Schwefelverbindungen. Die wertvollen Senföle regen den Speichelfluss, die Magensaftsekretion und die Darmbewegung an. Gleichzeitig unterstützen sie Leber, Galle sowie Bauchspeicheldrüse und sollen das Wachstum von schädlichen Mikroorganismen und Viren hemmen.

Die Substanzen sind aber auch für die Tränen beim Zwiebelschneiden verantwortlich. Wenn die Zellen zerstört werden, wird das Enzym Alliinase aus dem Innern frei. Es wandelt die geruchlose Vorstufe Alliin in das stechend riechende Allicin um, das die Schleimhäute reizt und Tränen fließen lässt. Am besten verwenden Sie ein scharfes Messer, damit weniger Zellen verletzt werden. Zudem soll es helfen, Messer, Schneidebrett und Zwiebel kurz in kaltes Wasser zu tauchen oder sie unter Wasser zu schälen und anzuschneiden.

Der Körper gibt die streng riechenden Schwefelverbindungen der roh gegessenen Zwiebel über Haut und Atem wieder ab. Solche Ausdünstungen werden reduziert, wenn man nach dem Verzehr von roher Zwiebel ein Glas Milch trinkt oder frische Petersilie isst. Die scharfen Senföle können Blähungen verursachen. Gewürze wie Kümmel und Oregano können unangenehme Winde verringern. Mildere Zwiebelsorten wie Gemüsezwiebeln sind meist magenverträglicher. Beim Salat sollte die geschnittene rohe Zwiebel vor dem Verzehr nicht zu lange stehen.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

aid-Heft „Gemüse“, Bestell-Nr. 1024, Preis: 4,00 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1024

Tipps zum sicheren Umgang mit Lebensmitteln

Mehr als 100.000 Menschen erkranken pro Jahr deutschlandweit durch Erreger in Lebensmitteln. Dieses Übel lässt sich durch einen sorgfältigeren Umgang mit Lebensmitteln leicht vermeiden. Anlässlich des Weltgesundheitstags, der in diesem Jahr am 7. April „Lebensmittelsicherheit“ zum Thema hat, gibt die Verbraucherzentrale NRW Tipps zum sicheren Umgang mit empfindlichen Lebensmitteln wie Geflügel, Fleisch und rohen Eiern. „Denn Krankheitserreger wie Campylobacter, Salmonellen, Listerien oder andere Mikroorganismen machen sich breit, wenn Hühnerbrust, Tiramisu und Co. unsachgemäß zubereitet und gelagert werden“, warnt die Verbraucherzentrale NRW.

Besonders bei älteren Menschen oder bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem können belastete Speisen gehörig auf Magen und Darm schlagen. Gesundheitliche Komplikationen sind als Folge nicht ausgeschlossen. Aber auch kleine Kinder und Schwangere reagieren empfindlich. Damit der Appetit auf Fleisch, Fisch und Eierspeisen keinen üblen Nachgeschmack hinterlässt, sollten ein paar einfache Tipps zum Umgang mit kulinarischen Köstlichkeiten beim Kauf und in der Küche beachtet werden:

Problematische Lebensmittel: Vor allem rohe oder unzureichend gegarte Fleisch- und Geflügelgerichte, Mett- und Tartarbrötchen, Feinkostsalate und Leckereien mit rohen Eiern können zum Gesundheitsrisiko werden – und sollten daher vor allem von kleinen Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und immungeschwächten Personen gemieden werden. Ein unsachgemäßer Umgang verschafft Geflügel, Fleisch, Rohwurst (Zwiebelmett und Co.), Räucherfisch sowie Speisen mit rohem Ei (Tiramisu oder Zabaione) einen optimalen Nährboden für Mikroorganismen. Keime können aber auch über pflanzliche Lebensmittel – zum Beispiel Sprossen, Schnittsalate oder tiefgekühlte Beeren – übertragen werden.

Einkauf und Lagerung: Bei leicht verderblichen Lebensmitteln darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Das heißt, diese Produkte sollten beim Einkaufen rasch in die Kühltasche und zu Hause sofort in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach wandern. Empfindliche Lebensmittel – wie Hackfleisch – bei maximal zwei Grad Celsius im Kühlschrank lagern und zügig verbrauchen. Rohe, nicht erhitzte Lebensmittel müssen immer getrennt von bereits zubereiteten Speisen – am besten in verschließbaren Boxen – aufbewahrt werden.

Zubereitung: Tiefgefrorenes Fleisch, Fisch oder Geflügel im Kühlschrank oder auf einem Sieb auftauen, jedoch nie in der Auftaubrühe liegen lassen. Denn die Brühe ist ein Nährboden für Keime. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass keine Auftauflüssigkeit auf verzehrfertige Lebensmittel – zum Beispiel auf Salat – tropft. Fleisch, Hackfleisch, Geflügel, frische Bratwurst und Fisch müssen gründlich durchgebraten bzw. durchgegart werden, bis das Fleisch innen nicht mehr rot beziehungsweise roh ist. Auch bei der Zubereitung mit der Mikrowelle sollte ist ein gleichmäßiges Erwärmen mit regelmäßigem Umrühren wichtig. Speisen mit rohen Eiern oder Mayonnaise sowie kalte Gerichte gehören nach der Zubereitung sofort für höchstens 24 Stunden in den Kühlschrank. Übrigens: Hunde und Katzen sollten von Lebensmitteln ferngehalten und während der Zubereitung von Speisen nicht gestreichelt werden!

Küchen- und Arbeitsmittelhygiene: Grundsätzlich, aber vor allem beim Hantieren mit rohem Fleisch oder Geflügel ist Händewaschen – auch zwischen einzelnen Arbeitsgängen – oberstes Gebot! Arbeitsflächen und alle Utensilien, die mit Geflügel, Fleisch, Fisch, und rohen Eiern in Berührung waren, am besten sofort nach dem Benutzen mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen. Außerdem sollten Lappen, Spülbürste und Küchenschwamm regelmäßig gewechselt und Putzhilfen gekauft werden, die sich bei 60 Grad waschen lassen.

Weitere Informationen zur richtigen Hygiene bei der Zubereitung von Speisen und zu Schadstoffen wie Schimmel und Acrylamid in Lebensmitteln enthält das Faltblatt „Essen – mit Sicherheit“, das kostenlos in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW erhältlich ist. Ausführliche Hinweise zur Lebensmittelhygiene beim Kauf und in der Küche gibt’s auch online bei der Verbraucherzentrale NRW unter www.vz-nrw.de/lebensmittel.1

Wöchentlicher Einkauf: Mehr Pflichtprogramm als Freizeitspaß

(aid) – Immer mehr Menschen sehen den wöchentlichen Einkauf als eine lästige Pflicht. Vermutlich müssen viele Berufstätige ihren freien Samstag „opfern“, um Vorratsschränke aufzufüllen. Für den „GfK Consumer Scan“ befragt die Gesellschaft für Konsumforschung regelmäßig rund 30.000 Haushalte zu ihrem Einkaufsverhalten.

Im Jahr 2014 empfanden 34 Prozent der Deutschen, die einen Haushalt führen, den Gang zum Supermarkt oder Discounter als lästig. Der Anteil ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2006 waren es nur 26 Prozent. Gleichzeitig ist die Anzahl der Einkäufe gesunken – von 267 Mal im Jahr 2006 auf 216 im Jahr 2014.

Der Samstag hat als Einkaufstag an Bedeutung gewonnen, was vermutlich auch an speziellen Werbeaktionen der Discounter liegt. Der Umsatzanteil lag im Jahr 2014 bei 22 Prozent. Vor allem Menschen mittleren Alters (30 bis 59 Jahre) sind an diesem Tag unterwegs. Die Umsatzanteile der Einkäufe am Donnerstag (16 %) und Freitag (20 %) sind um je einen Prozentpunkt gesunken, während auf den Anfang der Woche nur 14 Prozent (Montag) beziehungsweise 13 Prozent (Dienstag) entfielen.

Zum Wochenende kaufen die Verbraucher laut GfK gerne Frisches für ein selbstgekochtes Menü ein: Die Umsätze für Obst und Gemüse, Fleisch, Wurst und Geflügel steigen am Donnerstag an und erreichen am Samstag mit 24 Prozent einen Höchstwert. Auch der Einkauf von Süßigkeiten und alkoholischen Getränken nimmt im Wochenverlauf zu. Die Deutschen lassen es sich am Wochenende offenbar gut gehen und genießen zum Essen ein Glas Wein oder Bier. Bei Babynahrung sind die Einkäufe mehr oder weniger gleichmäßig auf die Wochentage verteilt. Vielleicht liegt es daran, dass viele junge Eltern nur in Teilzeit berufstätig sind und auf andere Tage ausweichen können.

Mit etwas Organisation lässt sich übrigens beim Lebensmitteleinkauf viel Zeit und Geld sparen. Dabei helfen ganz einfach ein Essensplan für eine Woche und der entsprechende Einkaufszettel. Der Grundpreis hilft im Geschäft zudem beim Preisvergleich.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

Tipps zum Lebensmitteleinkauf: www.was-wir-essen.de/einkauf/einkauf_tipps.php

aid-CD-ROM Nachschlagewerk „Kennwort Lebensmittel – Basiswissen kompakt“

Bestell-Nr. 3729, Preis: 19,00 Euro, http://www.aid-medienshop.de

http://www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=3729

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