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Putengeschnetzeltes mit Gemüse (cholesterinarm)

Putengeschnetzeltes mit Gemüse (cholesterinarm) Foto: Wirths PR
Putengeschnetzeltes mit Gemüse (cholesterinarm)
Foto: Wirths PR

Putengeschnetzeltes mit Gemüse (cholesterinarm)
(für 4 Personen)

600 g Putenbrust
3 EL Öl
Salz
weißer Pfeffer
1200 g gemischtes Gemüse
0,3 l laktosefreie Milch
150 g Bergkäse
4-5 EL Tomatenmark
Salz
Pfeffer
Basilikum
3-4 Knoblauchzehen
einige Blättchen Basilikum

Putenbrust mit kaltem Wasser abbrausen, trocken tupfen und schnetzeln . In heißem Öl kurz anbraten, salzen und pfeffern. Gemüse dazugeben. Knoblauchzehen schälen, in dünne Scheiben schneiden und mitdünsten. Inzwischen die Milch erhitzen, den Bergkäse entrinden, klein schneiden und in der heißen Milch auflösen. Tomatenmark in die Käsesauce einrühren, salzen und pfeffern. Basilikum in dünne Streifen schneiden und unter die Sauce heben. Einige Minuten ziehen lassen, jedoch nicht zum Kochen bringen. Den Pfanneninhalt auf vier Tellern verteilen und mit der Käsesauce übergießen. Mit Basilikum garnieren.

Pro Person: 560 kcal (2344 kJ), 26,0 g Eiweiß, 30,5 g Fett, 18,2 g Kohlenhydrate

Tipps zum sicheren Umgang mit Lebensmitteln

Mehr als 100.000 Menschen erkranken pro Jahr deutschlandweit durch Erreger in Lebensmitteln. Dieses Übel lässt sich durch einen sorgfältigeren Umgang mit Lebensmitteln leicht vermeiden. Anlässlich des Weltgesundheitstags, der in diesem Jahr am 7. April „Lebensmittelsicherheit“ zum Thema hat, gibt die Verbraucherzentrale NRW Tipps zum sicheren Umgang mit empfindlichen Lebensmitteln wie Geflügel, Fleisch und rohen Eiern. „Denn Krankheitserreger wie Campylobacter, Salmonellen, Listerien oder andere Mikroorganismen machen sich breit, wenn Hühnerbrust, Tiramisu und Co. unsachgemäß zubereitet und gelagert werden“, warnt die Verbraucherzentrale NRW.

Besonders bei älteren Menschen oder bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem können belastete Speisen gehörig auf Magen und Darm schlagen. Gesundheitliche Komplikationen sind als Folge nicht ausgeschlossen. Aber auch kleine Kinder und Schwangere reagieren empfindlich. Damit der Appetit auf Fleisch, Fisch und Eierspeisen keinen üblen Nachgeschmack hinterlässt, sollten ein paar einfache Tipps zum Umgang mit kulinarischen Köstlichkeiten beim Kauf und in der Küche beachtet werden:

Problematische Lebensmittel: Vor allem rohe oder unzureichend gegarte Fleisch- und Geflügelgerichte, Mett- und Tartarbrötchen, Feinkostsalate und Leckereien mit rohen Eiern können zum Gesundheitsrisiko werden – und sollten daher vor allem von kleinen Kindern, Schwangeren, älteren Menschen und immungeschwächten Personen gemieden werden. Ein unsachgemäßer Umgang verschafft Geflügel, Fleisch, Rohwurst (Zwiebelmett und Co.), Räucherfisch sowie Speisen mit rohem Ei (Tiramisu oder Zabaione) einen optimalen Nährboden für Mikroorganismen. Keime können aber auch über pflanzliche Lebensmittel – zum Beispiel Sprossen, Schnittsalate oder tiefgekühlte Beeren – übertragen werden.

Einkauf und Lagerung: Bei leicht verderblichen Lebensmitteln darf die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Das heißt, diese Produkte sollten beim Einkaufen rasch in die Kühltasche und zu Hause sofort in den Kühlschrank oder ins Gefrierfach wandern. Empfindliche Lebensmittel – wie Hackfleisch – bei maximal zwei Grad Celsius im Kühlschrank lagern und zügig verbrauchen. Rohe, nicht erhitzte Lebensmittel müssen immer getrennt von bereits zubereiteten Speisen – am besten in verschließbaren Boxen – aufbewahrt werden.

Zubereitung: Tiefgefrorenes Fleisch, Fisch oder Geflügel im Kühlschrank oder auf einem Sieb auftauen, jedoch nie in der Auftaubrühe liegen lassen. Denn die Brühe ist ein Nährboden für Keime. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass keine Auftauflüssigkeit auf verzehrfertige Lebensmittel – zum Beispiel auf Salat – tropft. Fleisch, Hackfleisch, Geflügel, frische Bratwurst und Fisch müssen gründlich durchgebraten bzw. durchgegart werden, bis das Fleisch innen nicht mehr rot beziehungsweise roh ist. Auch bei der Zubereitung mit der Mikrowelle sollte ist ein gleichmäßiges Erwärmen mit regelmäßigem Umrühren wichtig. Speisen mit rohen Eiern oder Mayonnaise sowie kalte Gerichte gehören nach der Zubereitung sofort für höchstens 24 Stunden in den Kühlschrank. Übrigens: Hunde und Katzen sollten von Lebensmitteln ferngehalten und während der Zubereitung von Speisen nicht gestreichelt werden!

Küchen- und Arbeitsmittelhygiene: Grundsätzlich, aber vor allem beim Hantieren mit rohem Fleisch oder Geflügel ist Händewaschen – auch zwischen einzelnen Arbeitsgängen – oberstes Gebot! Arbeitsflächen und alle Utensilien, die mit Geflügel, Fleisch, Fisch, und rohen Eiern in Berührung waren, am besten sofort nach dem Benutzen mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen. Außerdem sollten Lappen, Spülbürste und Küchenschwamm regelmäßig gewechselt und Putzhilfen gekauft werden, die sich bei 60 Grad waschen lassen.

Weitere Informationen zur richtigen Hygiene bei der Zubereitung von Speisen und zu Schadstoffen wie Schimmel und Acrylamid in Lebensmitteln enthält das Faltblatt „Essen – mit Sicherheit“, das kostenlos in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW erhältlich ist. Ausführliche Hinweise zur Lebensmittelhygiene beim Kauf und in der Küche gibt’s auch online bei der Verbraucherzentrale NRW unter www.vz-nrw.de/lebensmittel.1

Lebensmittelsicherheit: Nehmen mit dem Klimawandel Erkrankungen zu?

(aid) – Der Klimawandel kann sich auf die Lebensmittelsicherheit auswirken und lebensmittelbedingte Erkrankungen können aufgrund veränderter Umweltbedingungen leichter auftreten. Das zumindest lässt die Auswertung verschiedener Studien, Feldexperimente und statistischer Analysen vermuten, die in der Fachzeitschrift „Food Research International“ vorgestellt wurde. Ein Großteil der Daten wurde im Rahmen des Veg-i-Trade-Projekts gesammelt, das sich mit den Auswirkungen des Klimawandels und der Globalisierung auf die Sicherheit von Frischwaren wie Obst und Gemüse beschäftigt. 23 internationale Partner, zum Beispiel von Universitäten und aus der Industrie, waren an dem EU-Projekt beteiligt.

Nach Einschätzung von Experten werden Klimaänderungen die heutigen Systeme zur Lebensmittelsicherheit bereits in naher Zukunft vor Herausforderungen stellen. Wenn die Temperaturen steigen, sich Niederschlagsmuster ändern und extreme Wetterereignisse auftreten, sind mögliche Auswirkungen vielfältig. Viele Krankheitserreger wie Salmonellen und Campylobacter gedeihen unter warmen, feuchten Bedingungen besonders gut. Das gilt auch für Schimmelpilze, die dann mehr Giftstoffe, sogenannte Mykotoxine, produzieren. Wenn bei steigender Meerestemperatur Algenblüten häufiger auftreten, könnten Muscheln für den Menschen ungenießbar werden. Die Weichtiere fressen die Algen und deren toxische Substanzen reichern sich an. Auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft kann durch den Klimawandel zunehmen, wenn die Anfälligkeit bestimmter Kulturen für Schädlinge zunimmt.

Noch haben die Forschungen in diesem Bereich erst begonnen. Weiterführende Untersuchungen sind notwendig, um das komplexe Zusammenspiel der Faktoren besser zu verstehen. Erst dann kann das jeweilige Risiko eingeschätzt und entsprechende Gegenmaßnahmen entwickelt werden.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0963996914005912
www.veg-i-trade.org

Ernährung im Fokus, Ausgabe 7/8-2012
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=5284

Ernährung im Fokus, Ausgabe 9/10-2014
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=5485

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