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Verbraucherzentrale empfiehlt hüllenlose Lebensmittel

Ostereier in Plastikschalen, die Gurke in der Folie oder ein paar vereinzelte Schinkenscheiben, die sich in einem Meer aus Plastik verlieren – Lebensmittel in Plastikverpackungen gehören inzwischen zum normalen Anblick im Supermarktregal. Verpackungen haben häufig einen Anteil von bis zu 25 Prozent am Gesamtgewicht, wie eine aktuelle Stichprobe der Verbraucherzentrale Hamburg zeigt.

Lag der Verbrauch an Kunststoffverpackungen 1991 noch bei 1,64 Millionen Tonnen, waren es 2013 bereits 2,76 Millionen Tonnen. „Wenn 80 Gramm Schinken 21 Gramm Plastikabfall verursachen, ist das absurd. Immer mehr Verbrauchern wird diese Plastikflut nach dem Auspacken des Einkaufs zu groß“, sagt Silke Schwartau, Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg. Auch die Sorge um Weichmacher und andere mögliche Rückstände im Essen bewege viele Verbraucher zum Umdenken. Der verpackungsfreie Einkauf in speziellen Supermärkten ist ein neuer positiver Trend. Aus Sicht der Verbraucherzentrale sollte aber der gesamte Einzelhandel eine Trendwende einleiten und Möglichkeiten schaffen, um mitgebrachte Gefäße befüllen zu können, Mehrwegsysteme zu nutzen und mehr lose Lebensmittel anzubieten, insbesondere im Obst- und Gemüsesortiment.

Für Einwegverpackungen gibt es in Deutschland ein sehr gutes Getrenntsammelsystem. Laut Umweltbundesamt gehen je nach Verpackungsmaterial 50 bis über 90 Prozent der Verpackungsabfälle in das Recycling. Besser sei aber, Verpackungen möglichst zu vermeiden. „Wenn Verpackungsabfälle aber einmal entstanden sind, ist es wichtig, dass sie für das Recycling getrennt gesammelt werden und wir unsere Umwelt frei von Müll halten“, so ein Sprecher des Umweltbundesamts.

Weitere Informationen sowie eine Liste mit Beispielen aus der Praxis gibt es auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de.

Lebensmittel per Mausklick

(aid) – Viele klassische Supermärkte und spezialisierte Webshops bieten inzwischen auch Online-Bestellungen von Lebensmitteln an. Offenbar lassen sich immer mehr Verbraucher auf das neue Konzept ein. 15 Millionen Menschen nutzten im Jahr 2014 den Service: gegen eine geringe Gebühr Nahrungsmittel bequem ins Haus geliefert zu bekommen. Im Jahr 2011 waren es nur 4,5 Millionen. Das Potenzial für weiteres Wachstum ist groß, so die Einschätzung des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien BITKOM. Nach einer aktuellen Befragung hat mehr als jeder Dritte zwar noch nie Lebensmittel per Mausklick gekauft, kann es sich in Zukunft aber vorstellen.

Dabei sind Frauen interessierter (41 %) als Männer (36 %). Auch mit zunehmendem Alter gibt es Unterschiede: Besonders offen sind 14- bis 29-Jährige, von denen rund 43 Prozent auf der Website statt im Supermarkt einkaufen würden. Bei Nutzern ab 65 Jahren sind es immerhin 27 Prozent. Bislang bestellen Verbraucher in erster Linie abgepackte Produkte wie Tiefkühlgerichte, Mehl oder Müsli (26 %). Neben gängigen Waren sind auch ausgefallene Delikatessen gefragt. Nur fünf Prozent der Nutzer beziehen frische Erzeugnisse wie Milch, Eier und Obst im Internet. Das ist vor allem in Großstädten verbreitet. Es bleibt spannend, wie die Entwicklung weitergeht.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

www.aid.de/verbraucher/trends_online-handel.php

Wöchentlicher Einkauf: Mehr Pflichtprogramm als Freizeitspaß

(aid) – Immer mehr Menschen sehen den wöchentlichen Einkauf als eine lästige Pflicht. Vermutlich müssen viele Berufstätige ihren freien Samstag „opfern“, um Vorratsschränke aufzufüllen. Für den „GfK Consumer Scan“ befragt die Gesellschaft für Konsumforschung regelmäßig rund 30.000 Haushalte zu ihrem Einkaufsverhalten.

Im Jahr 2014 empfanden 34 Prozent der Deutschen, die einen Haushalt führen, den Gang zum Supermarkt oder Discounter als lästig. Der Anteil ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2006 waren es nur 26 Prozent. Gleichzeitig ist die Anzahl der Einkäufe gesunken – von 267 Mal im Jahr 2006 auf 216 im Jahr 2014.

Der Samstag hat als Einkaufstag an Bedeutung gewonnen, was vermutlich auch an speziellen Werbeaktionen der Discounter liegt. Der Umsatzanteil lag im Jahr 2014 bei 22 Prozent. Vor allem Menschen mittleren Alters (30 bis 59 Jahre) sind an diesem Tag unterwegs. Die Umsatzanteile der Einkäufe am Donnerstag (16 %) und Freitag (20 %) sind um je einen Prozentpunkt gesunken, während auf den Anfang der Woche nur 14 Prozent (Montag) beziehungsweise 13 Prozent (Dienstag) entfielen.

Zum Wochenende kaufen die Verbraucher laut GfK gerne Frisches für ein selbstgekochtes Menü ein: Die Umsätze für Obst und Gemüse, Fleisch, Wurst und Geflügel steigen am Donnerstag an und erreichen am Samstag mit 24 Prozent einen Höchstwert. Auch der Einkauf von Süßigkeiten und alkoholischen Getränken nimmt im Wochenverlauf zu. Die Deutschen lassen es sich am Wochenende offenbar gut gehen und genießen zum Essen ein Glas Wein oder Bier. Bei Babynahrung sind die Einkäufe mehr oder weniger gleichmäßig auf die Wochentage verteilt. Vielleicht liegt es daran, dass viele junge Eltern nur in Teilzeit berufstätig sind und auf andere Tage ausweichen können.

Mit etwas Organisation lässt sich übrigens beim Lebensmitteleinkauf viel Zeit und Geld sparen. Dabei helfen ganz einfach ein Essensplan für eine Woche und der entsprechende Einkaufszettel. Der Grundpreis hilft im Geschäft zudem beim Preisvergleich.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

Tipps zum Lebensmitteleinkauf: www.was-wir-essen.de/einkauf/einkauf_tipps.php

aid-CD-ROM Nachschlagewerk „Kennwort Lebensmittel – Basiswissen kompakt“

Bestell-Nr. 3729, Preis: 19,00 Euro, http://www.aid-medienshop.de

http://www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=3729

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