Kochen am äußersten Rand Europas

Philipp (20), Caroline (23), Ina (22) und David (23) übernehmen ein isländisches Café im einsamen Nordwesten der sagenumwobenen Insel.  Foto: ZDF/ Ioanna Engel
Philipp (20), Caroline (23), Ina (22) und David (23) übernehmen ein isländisches Café im einsamen Nordwesten der sagenumwobenen Insel.
Foto: ZDF/ Ioanna Engel

Mit „Das Café am Island-Fjord“ wartet das ZDF am Ostermontag, 6. April 2015, 15.00 Uhr, mit einer weiteren Erlebnisdokumentation auf: Autor Bernd Reufels hat zum vierten Mal für das ZDF junge Menschen mit seinem Kamerateam bei ihrem Abenteuer in einem europäischen Land begleitet, das gerade an einem Wendepunkt steht oder einen Wandlungsprozess durchlebt. Über das Einkaufen von Lebensmitteln, das Kochen und Bewirten der Gäste gelingt ein besonderer Einblick in deren Alltagsleben.

Aus 100 Bewerbungen hat der Mainzer Sender vier junge Leute ausgewählt, die im einsamen Nordwesten von Island ein Café bewirtschaften sollen. David Trepsdorf, Ina Hofmann, Philipp Kleideiter und Caroline Schumacher, alle Anfang 20, teilen den Traum von einem eigenen Restaurant. In Island können sie zwei Wochen die Verantwortung für einen gastronomischen Betrieb übernehmen und sich dem Geschmack ihrer Gäste stellen: Pferdefleisch, Lamm und Wal. Normalerweise schließt das „Kaffi Krókur“ Ende August, wenn nur noch wenige Touristen den Weg nach Sauðárkrókur finden. Besitzerin Kristín würde gern herausfinden, ob das Café mit einem interessanten Konzept nicht auch für die Leute im Dorf funktionieren könnte.

Island macht vor allem dann von sich reden, wenn seine Vulkane den internationalen Flugverkehr durcheinanderbringen. Doch das kleine Land steht für mehr als raue Natur und wilde Landschaften. Von Island lässt sich einiges lernen: wie man mit wirtschaftlichen Krisen umgeht, was sozialer Zusammenhalt bedeutet und was einem letztlich wichtig ist im Leben.

„Das Café am Island-Fjord“ ist die Fortsetzung einer Reihe, die 2011 mit Tauschgeschichten begann: „Einmal wilder Westen und zurück“ war ein köstliches deutsch-amerikanisches Experiment. Ein Jahr später hieß es „Einmal Russland und zurück“, als eine junge Brandenburger Familie ihr Gasthaus gegen das Restaurant einer deutsch-russischen Familie in St. Petersburg tauschte. Seit Anfang 2014 hat die Reihe ihre derzeitige Form gefunden. Vier junge Gastronomen aus Norddeutschland eröffneten „Das Café am Baikalsee“ und lernten Unerwartetes in der sibirischen Einsamkeit. Dafür erhielt das Produktionsteam um den Autor Bernd Reufels und die Cutterin und Produzentin Miriam Weinandi den „Karlovy Vary Award 2014“.

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