Kategorie-Archiv: Warenkunde

Frische Erdbeeren -Einkaufstipps für den puren Genuss

(aid) – Leuchtend rot, intensiv duftend und süß im Aroma – Erdbeeren sind verführerisch und schmecken lecker. Diesen unverwechselbaren Genuss des Sommers bieten allerdings nur reife und frische Früchte. Da Erdbeeren äußerst empfindlich sind und leicht verderben, erfordern sie besonders sorgfältigen Umgang.

Erdbeeren reifen nicht nach. Damit Sie in den vollen Genuss der roten Früchte kommen, wählen Sie beim Einkauf reife Exemplare. Sie sind durchgehend rot gefärbt und haben keine weißen Stellen – mit Ausnahme der weißen Ananaserdbeeren. Unreife Erdbeeren sind weniger aromatisch und sehr fest. Ob die Beeren frisch sind, erkennen Sie neben der durchgehenden Färbung auch an der glänzenden Oberfläche und den frischen grünen Kelchblättern. Die Früchte sind prall, sehr saftig und der Stiel ist leicht zu entfernen. Schalen mit Früchten, die Druckstellen, matschige, schimmelige oder faule Stellen aufweisen, lassen Sie besser stehen. Ein Blick auf den Schalenboden lohnt sich in jedem Fall, denn bei Erdbeeren mit verdorbenen Stellen kann sich ein Schimmelpilz oder Fäulnis rasch ausbreiten und da bleibt der frische Genuss schnell auf der Strecke.

Übrigens schmecken deutsche Erdbeeren besonders köstlich in der Hauptsaison von Mai bis Juli. Sie werden reif geerntet, können so ihr volles Aroma entwickeln und müssen keine langen Transportwege überstehen. Beim Direktvermarkter sind sie in der Regel besonders frisch, da sie meist am selben Tag früh morgens geerntet werden.

Am besten kaufen Sie das Obst erst an dem Tag, an dem Sie es essen wollen. Wenn das nicht möglich ist, lassen sich die Früchte mit Stiel und Kelchblättern ungewaschen und abgedeckt an einem kühlen Ort oder im Gemüsefach des Kühlschranks in einem flachen Behältnis aufbewahren. Spätestens nach ein bis zwei Tagen sollten die Früchte verbraucht werden, denn schon wenige Stunden nach der Ernte verlieren sie an Aroma.

Erdbeeren mit Schimmelstellen eignen sich nicht mehr zum Verzehr und müssen weggeworfen werden. Durch den hohen Wassergehalt verteilen sich Schimmelsporen leicht in der gesamten Frucht – auch, wenn es äußerlich nicht sichtbar ist. Es genügt also nicht, die entsprechende Stelle abzuschneiden.

Doch soweit muss es erst gar nicht kommen. Erdbeeren lassen sich auch einfrieren. Dazu die gewaschenen und geputzten Beeren einzeln auf ein Backblech oder in eine flache Schale legen und vorfrieren, bevor sie zusammen in einem Beutel oder einer Schüssel in die Truhe wandern. So bleiben sie besser in Form und können auch in kleineren Portionen entnommen werden. Gefrorene Erdbeeren behalten ihre Form besser, wenn man sie noch leicht gefroren verarbeitet. Als Tipp für die schnelle Küche: Erdbeeren portionsweise als Püree einfrieren. Daraus lassen sich jederzeit blitzschnell raffinierte Desserts oder Milchshakes zubereiten.
Dr. Claudia Müller, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.aid.de/verbraucher/saisonales.php
www.was-wir-essen.de/tipp-der-saison.php

Tamarillo – Baumtomate aus Südamerika

(aid) – Die Baumtomate (Tamarillo) hat einen herbsüßen Geschmack und ist kein Gemüse, sondern botanisch gesehen eine Beerenfrucht. Das exotische Obst wird meist frisch gegessen – wie eine Kiwi – einfach halbiert und ausgelöffelt. Es schmeckt aber auch verarbeitet in süßen und herzhaften Gerichten, etwa im Obstsalat und im Sorbet, als Brotaufstrich, zur Käseplatte, in Konfitüren, Chutneys, Suppen und Soßen. Eine leckere Vorspeise ist mit Parmesan überbackene Baumtomate zu einem grünen Salat. Selbst in Cocktails und Milchshakes sorgen die kleinen Exoten für eine besondere Note. Man kann die roten Früchte auch wie Tomaten garen und als Beilage zu Fisch und Fleisch servieren.

Die Schale ist sehr bitter und wird mit einem scharfen Messer entfernt. Wenn man die Frucht mit kochendem Wasser überbrüht, lässt sich die Schale leichter abziehen.

Die Baumtomate (Solanum betaceum) gehört wie die Tomate zu den Nachtschattengewächsen, ist aber nicht näher mit ihr verwandt. Vermutlich stammt der baumartige Strauch ursprünglich aus den Anden Perus. Er erreicht eine Höhe von zwei bis sieben Metern und hat eine schirmförmige Krone. Die eiförmigen Früchte hängen wie in kleinen Trauben an langen Stielen und haben eine glatte Schale. Das geleeartige Fruchtfleisch ist von essbaren Samen. Am Rand ist es fester und weniger süß. Je nach Reifegrad ist die Baumtomate gelb, orange oder rot gefärbt, oft auch mit dunklen Streifen. Die Tamarillo enthält wertvolle Nährstoffe wie Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor, Vitamin A, B6, C und E.

Tamarillos sind ganzjährig in gut sortierten Lebensmittelgeschäften erhältlich. Reife Früchte erkennt man daran, dass die Schale auf leichten Druck nachgibt. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich die Baumtomate ein bis zwei Wochen.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

aid-Heft „Exoten und Zitrusfrüchte“, Bestell-Nr. 1281, Preis: 6,50 Euro

www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1281

Saison für Spinat

(aid) – Jetzt können Verbraucher wieder Spinat aus der Region genießen. Das erste Frischgemüse aus dem Freiland ist besonders zart und daher für Salate ideal geeignet – etwa in Kombination mit Kirschtomaten und Mozzarella. Ein Klassiker ist Rahmspinat mit Spiegelei. Das Frühlingsgemüse schmeckt aber auch in einem grünen Smoothie, als Füllung in der Lasagne, in der Quiche, im Risotto und Pesto. Kosten Sie eine orientalische Spinatsuppe mit Joghurt, rotem Chili und Knoblauch. Als Beilage zu Lamm, Rind und Fisch können die feinen Blättchen mit Kartoffeln, Reis oder Nudeln kombiniert werden. Dabei ist Spinat nicht nur mild-aromatisch, sondern auch gesund. Er enthält unter anderem reichlich Vitamin A, C, Folsäure, Kalium, Kalzium und Magnesium. Der Eisengehalt wurde lange Zeit überschätzt, ist aber immer noch deutlich höher als etwa beim Kopfsalat.

Die Zubereitung ist schnell und einfach. Frischer Spinat wird gründlich in kaltem Wasser gewaschen, um Erd- und Sandreste zu beseitigen. Anschließend die äußeren Blätter und dicken Stiele entfernen. Dann wird das Gemüse im Topf kurz bei mäßiger Hitze blanchiert bis es zusammenfällt. Das Abschrecken in Eiswasser erhält die schöne grüne Farbe. Schließlich mit etwas Salz, Pfeffer, Knoblauch oder Muskat und ein bis zwei Esslöffeln Naturjoghurt verfeinern. Exotisch wird es mit Teriyaki-Soße, Ingwer und Sesam.

Achten Sie beim Einkauf auf Frische und Qualität. Die Blätter sollten knackig-grün und ohne welke Stellen sein. In ein feuchtes Tuch eingewickelt hält sich Spinat im Kühlschrank etwa zwei Tage. Spinat enthält von Natur aus viel Nitrat, das im Lebensmittel oder im Körper in gesundheitsschädigende Stoffe (Nitrit) umgewandelt werden kann. Die Entstehung dieser Stoffe wird durch langsames Abkühlen von Speisen, Lagern bei Zimmertemperatur und durch erneutes Aufwärmen begünstigt. Aus diesem Grund gehören Speisereste direkt nach der Zubereitung in den Kühlschrank. Für Säuglinge und Kleinkinder ist aufgewärmter Spinat nicht geeignet. Der jetzt erhältliche Sommerspinat enthält weniger Nitrat als Spinat im Winter und auch Freilandware weniger als Gemüse aus dem Gewächshaus.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

aid-Heft „Gemüse“, Bestell-Nr. 1024, Preis: 4,00 Euro, http://www.aid-medienshop.de

http://www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1024

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