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Neue Ausgabe von Ernährung im Fokus

(aid) – Wie wirken sich Kohlenhydrate auf das Risiko für Krankheiten wie Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, koronare Herzkrankheit oder Krebs aus? Diese Frage treibt Wissenschaftler, Mediziner und Interessenverbände seit Jahren um. Im Zuge der intensiven und kontroversen Diskussion werden immer wieder Stimmen laut, die Kohlenhydrate pauschal verteufeln. Völlig zu Unrecht. Denn nicht die Höhe des Kohlenhydratanteils in der Ernährung ist entscheidend für gesundheitliche Auswirkungen, sondern ihre Qualität. Das ist das Fazit der Autoren, die sich für die neue Ausgabe der aid-Fachzeitschrift „Ernährung im Fokus“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Schwerpunktthema Kohlenhydrate beschäftigt haben.

Neben Fetten sind Stärke und Zucker die Hauptenergielieferanten für unseren Körper. Beispielsweise als Stützsubstanz, bei Signal- und Energieübertragungsprozessen oder bei der Bildung von Bindegewebssubstanz und Zellmembranen übernehmen Kohlenhydrate wichtige Aufgaben. Deshalb sollten sie im Rahmen einer vollwertigen Mischkost mindestens 50 Prozent des Energiebedarfs decken, so die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Für die Prävention von ernährungsmitbedingten Erkrankungen ist jedoch wichtig, dass die Zusammensetzung stimmt. Ballaststoffhaltige Nahrung, vor allem Vollkornprodukte mit niedrigem glykämischen Index sollten bevorzugt, mit Zucker angereicherte Lebensmittel, insbesondere zuckerhaltige Erfrischungsgetränke, hingegen eingeschränkt werden.

Für die Umsetzung dieser Empfehlung im Alltag liefert die Fachzeitschrift zahlreiche praktische Hilfen wie etwa eine Übersicht zum Kohlenhydrat- und Ballaststoffgehalt verschiedener Lebensmittel oder Vorschläge für den Ersatz von Nahrungsmitteln mit hohem glykämischen Index durch solche mit niedrigem glykämischen Index.

Weitere Aspekte des Schwerpunktthemas sind unter anderem die Rolle von Kohlenhydraten in der Ernährung von Jugendlichen, ihre Bedeutung für Leistungssportler und in der Ernährungsberatung und -therapie.
Eva Neumann, www.aid.de

Weitere Informationen:

Die aktuelle Ausgabe der aid-Zeitschrift „Ernährung im Fokus“, Heft 11-12/2015
Bestell-Nr. 5586, Preis: 4,50 Euro finden Sie unter:
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=5586

Spargel-Schinkenröllchen

Foto: Wirths PR
Foto: Wirths PR

Spargel-Schinkenröllchen
(für 4 Personen)

1 TL Butter
1 Prise Zucker
Salz
24 Stangen weißer Spargel
200 g Emmentaler
8 Scheiben gekochter Schinken (nicht zu dünn geschnitten)
etwas fein gehackte Petersilie

Spargel mit dem Spargelschäler oder einem scharfen Messer schälen und die Endstücke abschneiden. In einem breiten Topf Wasser mit 1 TL Butter, Zucker und etwas Salz erhitzen und die Spargelstangen hinein geben. Je nach Dicke der Stangen zugedeckt 12 bis 15 Minuten kochen. Inzwischen den Käse in 16 Scheiben schneiden. Je nach Form die Schinkenscheiben rechteckig schneiden. Jeweils 3 Stangen Spargel in eine Schinkenscheibe einwickeln und mit Emmentaler belegen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C einige Minuten überbacken, bis der Käse schmilzt. Mit Petersilie bestreut servieren.

Pro Person: 253 kcal (1059 kJ), 26,2 g Eiweiß, 16,2 g Fett, 0,6 g Kohlenhydrate

Weintrauben besser als ihr Ruf

Weniger Rückstände

(aid) – Bei Weintrauben werden nur vereinzelt die gesetzlichen Höchstmengen für Pflanzenschutzmittel-Rückstände überschritten. Auch Schwermetalle waren kaum nachweisbar, informiert das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.

Weinreben können von vielen Schadorganismen wie Mehltaupilz, Grauschimmelpilz, Reblaus, Traubenwickler und Spinnmilben heimgesucht werden. Sowohl im konventionellen als auch im ökologischen Anbau werden sie daher mit Pflanzenschutzmitteln behandelt. Im ökologischen Weinbau dürfen zum Beispiel schwefel- und kupferhaltige Mittel eingesetzt werden, die bereits seit über 100 Jahren verwendet werden.

Rund 11 Prozent der Weintrauben enthielten in den Jahren 2013 und 2014 keine Rückstände. Nur bei 1,3 Prozent aller untersuchten Trauben wurden die Grenzwerte überschritten, zeigen die Untersuchungen im Rahmen der Nationalen Berichterstattung zu Pflanzenschutzmittel-Rückständen in Lebensmitteln. Im Jahr 2005 stellten die Lebensmittelprüfer noch bei knapp 6 Prozent der untersuchten Proben Höchstmengenüberschreitungen fest. Wobei diese nicht zwangsläufig mit einer Gesundheitsgefahr für den Verbraucher gleichzusetzen ist. In aller Regel können erst sehr viel höhere Konzentrationen die Gesundheit schädigen.

Je nach Herkunftsland gab es aber Unterschiede. Bei südafrikanischen Trauben sind die Grenzüberschreitungen bereits seit zehn Jahren sehr gering (0 bis1 %). Bei italienischen, griechischen und spanischen Trauben hat sich die Situation in den vergangenen Jahren gebessert. Im Jahr 2005 lagen die Überschreitungsquoten noch bei 8,2 Prozent (Spanien), 7,3 Prozent (Griechenland) und 3,3 Prozent (Italien), während im Jahr 2013 gar keine (Griechenland und Spanien) oder nur in Einzelfällen (Italien: 0,8 %) Beanstandungen vorlagen. In türkischen Trauben wurden mit knapp 8 Prozent im Jahr 2013 relativ häufig Grenzwertüberschreitungen entdeckt. Bei Bio-Trauben waren im Jahr 2013 rund 44 Prozent der Proben rückstandsfrei, Überschreitungen der Höchstwerte gab es nicht.

Die Auswertung lässt nicht auf die Gesamtheit der Weintrauben schließen, da die Proben risikoorientiert genommen wurden. Das heißt, dass Lebensmittel, die in der Vergangenheit auffällig geworden sind, häufiger und mit höheren Probenzahlen untersucht werden als solche, bei denen aus Erfahrung keine erhöhten Rückstandsbelastungen zu erwarten sind.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.bvl.bund.de
www.was-wir-essen.de/verbraucher/schadstoffe.php

aid-Unterrichtsmaterial „In Lebensmitteln unerwünscht – Rückstände von Pflanzenschutzmitteln“
Bestell-Nr. 0587 – nur als Download,
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=0587

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