Kategorie-Archiv: Alltag

Frühstücksverhalten von Kindern und Jugendlichen

(aid) – „Probier’s mal mit Gemütlichkeit.“ Das könnte nach Ansicht von Christoph Klotter, Professor für Ernährungspsychologie und Gesundheitsförderung an der Hochschule Fulda, ein gutes Motto für ein gemeinsames Familienfrühstück sein. Und das wiederum ist ein wichtiger Schritt zur Festigung der Rolle des Frühstücks im Tagesplan.

Klotter hat sich intensiv mit dem Frühstücksverhalten von Kindern und Jugendlichen beschäftigt und den aktuellen Stand der Forschung für die aid-Fachzeitschrift „Ernährung im Fokus“ zusammengefasst. „Das Frühstück spielt bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland eine geringere Rolle als früher“, lautet sein Fazit.

Die Zahlen aus wissenschaftlichen Studien sind alarmierend: Zwischen zwanzig und dreißig Prozent aller Minderjährigen in Industrienationen frühstücken gar nicht oder nur sehr unregelmäßig. Davon sind Jugendliche stärker betroffen als Vorschulkinder. Mit steigendem Alter nimmt zudem die Qualität des Frühstücks ab. Ob und wie sehr die Rolle dieser Mahlzeit schwindet, hängt auch von Faktoren wie dem Geschlecht, dem sozioökonomischen Status oder dem Vorbild der Eltern ab. Diese Entwicklung hat für die betroffenen Kinder und Jugendlichen vielfältige Folgen. Denn mangelhaftes Frühstück wirkt sich negativ auf ihren Stoffwechsel, das Wachstum und das Körpergewicht, aber auch auf die Konzentration und die Leistungsfähigkeit in der Schule aus.

Mit Predigten über den gesundheitlichen Wert der ersten Mahlzeit des Tages wird man jedoch kaum erreichen, dass ein Kind oder Jugendlicher sein Frühstücksverhalten ändert, so Ernährungspsychologe Klotter. Er regt stattdessen gemeinsame, langfristig angelegte Strategien von Eltern, Kita und Schule an, in die die Kinder partizipativ mit einbezogen werden. „Im Vordergrund müssen unmittelbare Vorteile eines anderen, neuen Frühstücksverhaltens stehen“, betont der Experte.
Eva Neumann, www.aid.de

Weitere Informationen:

Der vollständige Artikel zum Thema Frühstücksverhalten von Kindern und Jugendlichen steht auf www.ernaehrungimfokus.de als kostenloser Download zur Verfügung.

Die aktuelle Ausgabe der aid-Zeitschrift „Ernährung im Fokus Heft 03-04“ mit dem Schwerpunkt Gesundheitsförderung, Bestell-Nr.5582, Preis: 4,50 Euro erhalten Sie im aid-Medieshop: http://www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=5582

Wöchentlicher Einkauf: Mehr Pflichtprogramm als Freizeitspaß

(aid) – Immer mehr Menschen sehen den wöchentlichen Einkauf als eine lästige Pflicht. Vermutlich müssen viele Berufstätige ihren freien Samstag „opfern“, um Vorratsschränke aufzufüllen. Für den „GfK Consumer Scan“ befragt die Gesellschaft für Konsumforschung regelmäßig rund 30.000 Haushalte zu ihrem Einkaufsverhalten.

Im Jahr 2014 empfanden 34 Prozent der Deutschen, die einen Haushalt führen, den Gang zum Supermarkt oder Discounter als lästig. Der Anteil ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2006 waren es nur 26 Prozent. Gleichzeitig ist die Anzahl der Einkäufe gesunken – von 267 Mal im Jahr 2006 auf 216 im Jahr 2014.

Der Samstag hat als Einkaufstag an Bedeutung gewonnen, was vermutlich auch an speziellen Werbeaktionen der Discounter liegt. Der Umsatzanteil lag im Jahr 2014 bei 22 Prozent. Vor allem Menschen mittleren Alters (30 bis 59 Jahre) sind an diesem Tag unterwegs. Die Umsatzanteile der Einkäufe am Donnerstag (16 %) und Freitag (20 %) sind um je einen Prozentpunkt gesunken, während auf den Anfang der Woche nur 14 Prozent (Montag) beziehungsweise 13 Prozent (Dienstag) entfielen.

Zum Wochenende kaufen die Verbraucher laut GfK gerne Frisches für ein selbstgekochtes Menü ein: Die Umsätze für Obst und Gemüse, Fleisch, Wurst und Geflügel steigen am Donnerstag an und erreichen am Samstag mit 24 Prozent einen Höchstwert. Auch der Einkauf von Süßigkeiten und alkoholischen Getränken nimmt im Wochenverlauf zu. Die Deutschen lassen es sich am Wochenende offenbar gut gehen und genießen zum Essen ein Glas Wein oder Bier. Bei Babynahrung sind die Einkäufe mehr oder weniger gleichmäßig auf die Wochentage verteilt. Vielleicht liegt es daran, dass viele junge Eltern nur in Teilzeit berufstätig sind und auf andere Tage ausweichen können.

Mit etwas Organisation lässt sich übrigens beim Lebensmitteleinkauf viel Zeit und Geld sparen. Dabei helfen ganz einfach ein Essensplan für eine Woche und der entsprechende Einkaufszettel. Der Grundpreis hilft im Geschäft zudem beim Preisvergleich.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:

Tipps zum Lebensmitteleinkauf: www.was-wir-essen.de/einkauf/einkauf_tipps.php

aid-CD-ROM Nachschlagewerk „Kennwort Lebensmittel – Basiswissen kompakt“

Bestell-Nr. 3729, Preis: 19,00 Euro, http://www.aid-medienshop.de

http://www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=3729

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